Charakter und erster Eindruck
Wir waren gespannt, was uns erwartet, wenn man Golf in Zürich spielt – einer Stadt, die von außen oft als eher reserviert gilt. Umso angenehmer die Überraschung in Zumikon: Der Clubmanager begrüßt persönlich, weist den Weg zum ersten Abschlag und lädt nach der Runde auf die Terrasse ein. Die Atmosphäre ist offen, professionell und herzlich – ganz ohne große Inszenierung.
Architektur und Spielbarkeit
Der ursprüngliche Platz wurde 1936 von Tom Simpson überarbeitet und dann von Donal Harradine in den 1970er Jahren erneut aktualisiert. Die Anlage heute trägt aber aktuell die architektonische Handschrift von Thomas Himmel, der sich insbesondere mit den Herausforderungen von Plätzen in der Alpenregion gut auskennt. Die Topografie wurde nicht nivelliert, sondern geschickt entschärft. Hanglagen bleiben Teil der Herausforderung, ohne unfair zu sein. Die Spielbarkeit profitiert davon erheblich, während die strategische Tiefe erhalten bleibt.
Auftakt und Front Nine
Die Runde beginnt mit einem klaren Statement. Der Abschlag an der 1 führt über eine Straße, begrenzt von Hecken, das Fairway liegt auf einem angrenzenden Grundstück. Ein schmaler Wassergraben verteidigt zusätzlich das Grün. Bahn 2 verlangt ebenfalls präzise Platzierung: Zwei Bäume in der Anspielrichtung erzwingen eine bewusste Entscheidung vom Tee. Beim folgenden Dogleg schützt ein See das Grün, ein Rescue-Bunker hilft nur bedingt.
Das anschließende Par 3 spielt sich auf ein schmales Grün, das je nach Fahnenposition echte Nervenarbeit bedeutet. Insgesamt sind die Grüns großzügig dimensioniert, bieten aber durch vielfältige Pin-Positionen und klar modellierte Konturen konstanten Anspruch. Wer das Grün trifft, ist hier noch nicht automatisch „sicher zu Hause“. Run-off-Areas und intelligente Auslaufzonen sorgen dafür, dass das kurze Spiel regelmäßig gefordert wird.
Ein prägendes Merkmal der Front Nine ist der Wechsel zwischen verschiedenen Flurstücken, oft verbunden mit Übergängen über Hecken oder Böschungen. Das bringt Rhythmus und Abwechslung in die Runde. Bahn 9 führt schließlich bergauf zurück zum Clubhaus – hier zeigt sich bereits, wie geschickt die Hanglagen bei der Überarbeitung durch Thomas Himmel spielbar gemacht wurden.
Back Nine
Die zweiten Neun beginnen mit einem Downhill-Loch, bei dem clever platzierte Bunker in der Landezone Richtung und Länge vorgeben. Bahn 11 kommt ganz ohne Bunker aus, verlangt dafür umso mehr Präzision im langen Spiel. Wer das Grün verfehlt, findet immerhin großzügige Auslaufzonen.
Auf den Bahnen 12 und 13 wird es enger: Wasser und Baumbestand rücken näher zusammen, sauberes Ballstriking wird wichtiger. Besonders gelungen ist das Grün der 14, bei dem unterschiedlich tief gesetzte Bunker optische Täuschungen erzeugen – ein klassisches architektonisches Mittel, das hier sehr effektiv eingesetzt wird.
Die Bahnen 16 und 17 ziehen sich lang über hängende Fairways, bevor das Finale eingeleitet wird. Die 18 setzt einen klaren Schlusspunkt: Eine Bunkerbatterie gibt die Linie vor, das Grün ist anspruchsvoll verteidigt. Ein Finishing Hole, das sowohl strategisch als auch optisch überzeugt.
Gesamtbewertung
Der Golf Club Zürich in Zumikon zählt ohne Zweifel zu den besten Anlagen der Schweiz. Der Platz spielt sich fair für Bogey-Golfer, bietet durch seine modellierten Grüns, Auslaufzonen und strategisch platzierten Hindernisse aber echten Anspruch für bessere Spieler. In Kombination mit exzellenter Platzpflege, ruhiger Eleganz und einer sehr angenehmen Clubatmosphäre ergibt sich ein rundes, hochwertiges Golferlebnis, wie man es auch in Zürich erwarten kann.
Charakter und erster Eindruck
Wir waren gespannt, was uns erwartet, wenn man Golf in Zürich spielt – einer Stadt, die von außen oft als eher reserviert gilt. Umso angenehmer die Überraschung in Zumikon: Der Clubmanager begrüßt persönlich, weist den Weg zum ersten Abschlag und lädt nach der Runde auf die Terrasse ein. Die Atmosphäre ist offen, professionell und herzlich – ganz ohne große Inszenierung.
Architektur und Spielbarkeit
Der ursprüngliche Platz wurde 1936 von Tom Simpson überarbeitet und dann von Donal Harradine in den 1970er Jahren erneut aktualisiert. Die Anlage heute trägt aber aktuell die architektonische Handschrift von Thomas Himmel, der sich insbesondere mit den Herausforderungen von Plätzen in der Alpenregion gut auskennt. Die Topografie wurde nicht nivelliert, sondern geschickt entschärft. Hanglagen bleiben Teil der Herausforderung, ohne unfair zu sein. Die Spielbarkeit profitiert davon erheblich, während die strategische Tiefe erhalten bleibt.
Auftakt und Front Nine
Die Runde beginnt mit einem klaren Statement. Der Abschlag an der 1 führt über eine Straße, begrenzt von Hecken, das Fairway liegt auf einem angrenzenden Grundstück. Ein schmaler Wassergraben verteidigt zusätzlich das Grün. Bahn 2 verlangt ebenfalls präzise Platzierung: Zwei Bäume in der Anspielrichtung erzwingen eine bewusste Entscheidung vom Tee. Beim folgenden Dogleg schützt ein See das Grün, ein Rescue-Bunker hilft nur bedingt.
Das anschließende Par 3 spielt sich auf ein schmales Grün, das je nach Fahnenposition echte Nervenarbeit bedeutet. Insgesamt sind die Grüns großzügig dimensioniert, bieten aber durch vielfältige Pin-Positionen und klar modellierte Konturen konstanten Anspruch. Wer das Grün trifft, ist hier noch nicht automatisch „sicher zu Hause“. Run-off-Areas und intelligente Auslaufzonen sorgen dafür, dass das kurze Spiel regelmäßig gefordert wird.
Ein prägendes Merkmal der Front Nine ist der Wechsel zwischen verschiedenen Flurstücken, oft verbunden mit Übergängen über Hecken oder Böschungen. Das bringt Rhythmus und Abwechslung in die Runde. Bahn 9 führt schließlich bergauf zurück zum Clubhaus – hier zeigt sich bereits, wie geschickt die Hanglagen bei der Überarbeitung durch Thomas Himmel spielbar gemacht wurden.
Back Nine
Die zweiten Neun beginnen mit einem Downhill-Loch, bei dem clever platzierte Bunker in der Landezone Richtung und Länge vorgeben. Bahn 11 kommt ganz ohne Bunker aus, verlangt dafür umso mehr Präzision im langen Spiel. Wer das Grün verfehlt, findet immerhin großzügige Auslaufzonen.
Auf den Bahnen 12 und 13 wird es enger: Wasser und Baumbestand rücken näher zusammen, sauberes Ballstriking wird wichtiger. Besonders gelungen ist das Grün der 14, bei dem unterschiedlich tief gesetzte Bunker optische Täuschungen erzeugen – ein klassisches architektonisches Mittel, das hier sehr effektiv eingesetzt wird.
Die Bahnen 16 und 17 ziehen sich lang über hängende Fairways, bevor das Finale eingeleitet wird. Die 18 setzt einen klaren Schlusspunkt: Eine Bunkerbatterie gibt die Linie vor, das Grün ist anspruchsvoll verteidigt. Ein Finishing Hole, das sowohl strategisch als auch optisch überzeugt.
Gesamtbewertung
Der Golf Club Zürich in Zumikon zählt ohne Zweifel zu den besten Anlagen der Schweiz. Der Platz spielt sich fair für Bogey-Golfer, bietet durch seine modellierten Grüns, Auslaufzonen und strategisch platzierten Hindernisse aber echten Anspruch für bessere Spieler. In Kombination mit exzellenter Platzpflege, ruhiger Eleganz und einer sehr angenehmen Clubatmosphäre ergibt sich ein rundes, hochwertiges Golferlebnis, wie man es auch in Zürich erwarten kann.
2021




























