Der Scandinavian -New Course bietet ausnahmslos interessante Löcher, die zwar nicht immer auf den ersten Blick spektakulär wirken, aber durch Abwechslung und die Liebe zum Detail die hohe Designqualität von Robert Trent Jones Jr. und seinem Team unterstreichen.
Unsere Golfreise durch Dänemark führte uns nach Silkeborg, Lübker, Great Northern und Simon’s – nun stand der New Course im Norden von Kopenhagen auf dem Programm. Wir haben bewusst diesen Platz als ersten gewählt, da er auf den verfügbaren Fotos etwas anspruchsvoller als der Old Course wirkte. Der Club selbst betont mit Recht die luxuriöse Situation, gleich zwei Top-Plätze in Europa in einem Resort anbieten zu können – beide gestaltet von der Feder von Robert Trent Jones Jr. und seinem Team.
Architektur und Routing
Die Runde startet mit einer relativ engen Bahn. Auch das Grün des PAR-3-Lochs 2 ist nur durch eine schmale Lücke zwischen den Bäumen erreichbar. Loch 3 überrascht mit einem clever designten, s-förmigen PAR 4, das nur mit einer strategischen Herangehensweise gut zu bewältigen ist. Loch 4 kommt zur Abwechslung ohne Bunker aus, doch das erhöhte Grün wird durch die extrem schmale Landezone verteidigt, was eine defensive Ballablage und einen längeren Annäherungsschlag erfordert. Die sechste Bahn ist beeindruckend angelegt, jedoch sind die Herausforderungen durch das Wasserhindernis und die Konturen von der Abschlagbox aus nicht sofort vollständig zu erkennen.
Das Dogleg der Bahn 7 wird zum Grün hin immer enger, weshalb der Drive hier besonders sorgfältig platziert werden muss, um eine Chance auf einen präzisen Schlag ins Grün zu haben. Die Acht punktet mit einem Biotop-Teich als Hindernis anstelle von Bunkern. Das PAR 3 der Neun spielt sich direkt am Wasser und bleibt mit seiner Ästhetik von der Abschlagbox aus im Gedächtnis.
Die zweiten Neun starten mit einem Drive über einen malerischen See, der optisch beeindruckt, spielerisch jedoch kaum ins Spiel kommt. Herausfordernder ist das schmaler werdende Fairway. Die 11 bietet am Ende nur wenig Platz, kombiniert mit einem ondulierten Fairway und einem Grün, das geschickt in einer Waldschneise versteckt liegt. Auch Loch 12 beginnt recht harmlos, endet jedoch mit einem schmalen Korridor, der zusätzlich ein Wasserhindernis vor dem Grün bereithält.
Das PAR 3 der 13 fordert, wie zuvor bei der 2, einen präzisen Schlag durch eine enge Schneise. Loch 14 zwingt insbesondere Longhitter zu einer Entscheidung: Die Landezone des Doglegs ist eng, das hügelige Gelände und die Ondulierungen des Fairways machen die Annäherung anspruchsvoll. Loch 15 ist kurz, aber tricky: Links begrenzt ein See die Landezone, während ein strategisch platzierter Richtungsbunker geradeaus den Schlagweg erschwert. Das Grün ist hier, typisch RTJ, von Bunkern gut verteidigt.
Schlusslöcher
Die 16 kommt ohne Bunker aus, dafür erfordert sie Präzision in der engen Waldschneise. Das herzförmige Grün des PAR 3 der 17 ist klein und trickreich: Zwei frontale Bunker verdecken die fehlende Tiefe des Grüns.
Das Finale auf Loch 18 ist zweifellos der Höhepunkt der Runde. Der Drive verlangt eine strategische Entscheidung, wie viel Wasser man überqueren möchte, um den zweiten Schlag zu erleichtern. Doch genau dieser Annäherungsschlag verlangt Präzision: Das schmale Inselgrün ist mehrstufig, rechts vom Wasser, links von Bunkern verteidigt – einfach brillant.
Trotz der großzügigen 200 Hektar Land war das Routing des New Course offenbar nicht ganz einfach. Das Flurgrundstück für die Bahnen 2 bis 7 erscheint relativ schmal. In der Konsequenz muss dann schon mal ein Dogleg fast im 90-Grad-Winkel abbiegen. Doch gerade diese Löcher bleiben in Erinnerung.
Fazit
Der New Course ist insgesamt ein durchweg anspruchsvoller Platz, der präzises Spiel und strategisches Denken erfordert. Besonders die PAR 3-Löcher mit ihren schmalen Ballflugkorridoren stechen hervor. Obwohl der Platz von Wald umgeben ist, spielt er sich nicht wie ein typischer Parkland-Waldplatz, da die Spielbahnen durch leichtes Rough begrenzt wird und die Bäume oft weit entfernt sind.
Das Design mag auf den ersten Blick schlicht wirken, doch die Tücke liegt im Detail – insbesondere bei der Annäherung an die Grüns. Wer hier seinen Heimatplatz hat, kann sich glücklich schätzen, denn Langeweile dürfte auf diesem Platz kaum aufkommen. Insbesondere das grandiose Schlussloch wird im Gedächtnis bleiben. Die Gesamtqualität des Designs ist ausnahmslos durchweg überdurchschnittlich.
Wir hatten in jedem Fall großen Spaß und kommen garantiert wieder – dann mit noch mehr Respekt vor den vielen raffinierten Details, die dieser Platz zu bieten hat.
Der Scandinavian -New Course bietet ausnahmslos interessante Löcher, die zwar nicht immer auf den ersten Blick spektakulär wirken, aber durch Abwechslung und die Liebe zum Detail die hohe Designqualität von Robert Trent Jones Jr. und seinem Team unterstreichen.
Unsere Golfreise durch Dänemark führte uns nach Silkeborg, Lübker, Great Northern und Simon’s – nun stand der New Course im Norden von Kopenhagen auf dem Programm. Wir haben bewusst diesen Platz als ersten gewählt, da er auf den verfügbaren Fotos etwas anspruchsvoller als der Old Course wirkte. Der Club selbst betont mit Recht die luxuriöse Situation, gleich zwei Top-Plätze in Europa in einem Resort anbieten zu können – beide gestaltet von der Feder von Robert Trent Jones Jr. und seinem Team.
Architektur und Routing
Die Runde startet mit einer relativ engen Bahn. Auch das Grün des PAR-3-Lochs 2 ist nur durch eine schmale Lücke zwischen den Bäumen erreichbar. Loch 3 überrascht mit einem clever designten, s-förmigen PAR 4, das nur mit einer strategischen Herangehensweise gut zu bewältigen ist. Loch 4 kommt zur Abwechslung ohne Bunker aus, doch das erhöhte Grün wird durch die extrem schmale Landezone verteidigt, was eine defensive Ballablage und einen längeren Annäherungsschlag erfordert. Die sechste Bahn ist beeindruckend angelegt, jedoch sind die Herausforderungen durch das Wasserhindernis und die Konturen von der Abschlagbox aus nicht sofort vollständig zu erkennen.
Das Dogleg der Bahn 7 wird zum Grün hin immer enger, weshalb der Drive hier besonders sorgfältig platziert werden muss, um eine Chance auf einen präzisen Schlag ins Grün zu haben. Die Acht punktet mit einem Biotop-Teich als Hindernis anstelle von Bunkern. Das PAR 3 der Neun spielt sich direkt am Wasser und bleibt mit seiner Ästhetik von der Abschlagbox aus im Gedächtnis.
Die zweiten Neun starten mit einem Drive über einen malerischen See, der optisch beeindruckt, spielerisch jedoch kaum ins Spiel kommt. Herausfordernder ist das schmaler werdende Fairway. Die 11 bietet am Ende nur wenig Platz, kombiniert mit einem ondulierten Fairway und einem Grün, das geschickt in einer Waldschneise versteckt liegt. Auch Loch 12 beginnt recht harmlos, endet jedoch mit einem schmalen Korridor, der zusätzlich ein Wasserhindernis vor dem Grün bereithält.
Das PAR 3 der 13 fordert, wie zuvor bei der 2, einen präzisen Schlag durch eine enge Schneise. Loch 14 zwingt insbesondere Longhitter zu einer Entscheidung: Die Landezone des Doglegs ist eng, das hügelige Gelände und die Ondulierungen des Fairways machen die Annäherung anspruchsvoll. Loch 15 ist kurz, aber tricky: Links begrenzt ein See die Landezone, während ein strategisch platzierter Richtungsbunker geradeaus den Schlagweg erschwert. Das Grün ist hier, typisch RTJ, von Bunkern gut verteidigt.
Schlusslöcher
Die 16 kommt ohne Bunker aus, dafür erfordert sie Präzision in der engen Waldschneise. Das herzförmige Grün des PAR 3 der 17 ist klein und trickreich: Zwei frontale Bunker verdecken die fehlende Tiefe des Grüns.
Das Finale auf Loch 18 ist zweifellos der Höhepunkt der Runde. Der Drive verlangt eine strategische Entscheidung, wie viel Wasser man überqueren möchte, um den zweiten Schlag zu erleichtern. Doch genau dieser Annäherungsschlag verlangt Präzision: Das schmale Inselgrün ist mehrstufig, rechts vom Wasser, links von Bunkern verteidigt – einfach brillant.
Trotz der großzügigen 200 Hektar Land war das Routing des New Course offenbar nicht ganz einfach. Das Flurgrundstück für die Bahnen 2 bis 7 erscheint relativ schmal. In der Konsequenz muss dann schon mal ein Dogleg fast im 90-Grad-Winkel abbiegen. Doch gerade diese Löcher bleiben in Erinnerung.
Fazit
Der New Course ist insgesamt ein durchweg anspruchsvoller Platz, der präzises Spiel und strategisches Denken erfordert. Besonders die PAR 3-Löcher mit ihren schmalen Ballflugkorridoren stechen hervor. Obwohl der Platz von Wald umgeben ist, spielt er sich nicht wie ein typischer Parkland-Waldplatz, da die Spielbahnen durch leichtes Rough begrenzt wird und die Bäume oft weit entfernt sind.
Das Design mag auf den ersten Blick schlicht wirken, doch die Tücke liegt im Detail – insbesondere bei der Annäherung an die Grüns. Wer hier seinen Heimatplatz hat, kann sich glücklich schätzen, denn Langeweile dürfte auf diesem Platz kaum aufkommen. Insbesondere das grandiose Schlussloch wird im Gedächtnis bleiben. Die Gesamtqualität des Designs ist ausnahmslos durchweg überdurchschnittlich.
Wir hatten in jedem Fall großen Spaß und kommen garantiert wieder – dann mit noch mehr Respekt vor den vielen raffinierten Details, die dieser Platz zu bieten hat.
2024


















