Architekten

  • Harry S. Colt

  • C. H. Alison

Unsere Bewertung

Platzdesign

Landschaft

Im Originalroman Goldfinger von Ian Fleming spielt die berühmte Golfpartie zwischen James Bond und Auric Goldfinger auf einem fiktiven Platz namens „Royal St. Marks“ – eine literarische Anspielung auf Royal St George’s in Kent. Die ikonische Filmszene hingegen wurde nicht dort, sondern im Stoke Park Golf Club gedreht. Der Grund war pragmatisch: Stoke Park liegt nur rund 20 Minuten nordwestlich von Heathrow und damit in unmittelbarer Nähe der Pinewood Filmstudios.

Insgesamt diente das Anwesen nicht nur für Goldfinger, sondern auch für Szenen weiterer James-Bond-Filme als Kulisse und ist damit fest in der Filmgeschichte verankert.

Ein früher „Country Club“ englischer Prägung

Bereits 1910 beschrieb Bernard Darwin über Stoke Park in seinen Schriften als eine der ersten Anlagen Großbritanniens, die sich konzeptionell an amerikanischen Country Clubs orientierte. Diese Einordnung erklärt auch das monumentale, fast kapitolartige Clubhaus, das eher an ein Grand Hotel als an ein klassisches britisches Clubhaus erinnert.

Das frühere Luxushotel ist inzwischen dauerhaft geschlossen und wird heute privat von der Eigentümerfamilie des indischen Konzerns Reliance Industries genutzt. Die legendären Cream Teas mit Scones auf der großzügigen Terrasse werden wir vermissen – der Golfplatz selbst jedoch bleibt weiterhin spielbar.

Die Architekten: Colt, Jackson und Alison

Der ursprüngliche Platz wurde von Harry S. Colt entworfen und trug dessen typische Handschrift: strategische Linien, subtil verteidigte Grüns und ein harmonisches Zusammenspiel von Spielbahn und Parklandschaft.

Im Laufe der Zeit kamen weitere Schleifen hinzu, die maßgeblich von Lane Jackson sowie C. H. Alison realisiert wurden – beide eng mit dem Colt-Umfeld verbunden und prägend für die Weiterentwicklung des Platzes. Über die Jahre war der Kurs jedoch sichtbar in die Jahre gekommen, auch wenn das parkartige Gelände stets einen außergewöhnlich schönen Rahmen bot.

Die Mackenzie-Überarbeitung ab 2022

Zunächst für einige Zeit geschlossen wurde der Platz ab 2022 im Auftrag der neuen Eigentümer von Tom Mackenzie behutsam, aber konsequent überarbeitet. Ein Schwerpunkt lag auf der Neugestaltung und Modernisierung der Bunker, die heute wieder klarer definiert sind und sowohl strategisch als auch visuell stärker wirken. Dies war auch unabhängig vom Besitzerwechsel nötig.

Eine markante Änderung betrifft allerdings den Start der Runde: Die Teebox von Loch 1 liegt nicht mehr direkt am Clubhaus. Dadurch wurde das frühere Par 5 in ein Par 4 umgewandelt. Die übrigen ikonischen Löcher und die Grundstruktur des Platzes blieben jedoch weitgehend erhalten.

Ikonische Löcher und historische Bezüge

Besonders hervorzuheben ist das Par 3 an Loch 7, das als Signature Hole des Platzes gilt. Es wird häufig kolportiert, dass dieses Loch Alister MacKenzie, dem späteren Partner von Colt, als Inspiration für das berühmte 16. Loch in Augusta National gedient haben soll – eine These, die gut zur Formensprache passt und den architekturhistorischen Stellenwert von Stoke Park unterstreicht.

Spielbarkeit heute

Auch ohne Hotelbetrieb lohnt sich eine Runde auf diesem ikonischen Platz weiterhin. Greenfee-Spieler sind nach wie vor willkommen und können einen professionellen, aufmerksamen Service in einer angenehm entspannten Atmosphäre erwarten. Die Gastfreundschaft, für die indische Eigentümer weltweit bekannt sind, ist auch hier spürbar.

Stoke Park bleibt damit ein bemerkenswerter Ort: eine Mischung aus Golf-, Architektur- und Filmgeschichte – spielbar, relevant und trotz aller Veränderungen authentisch.

Im Originalroman Goldfinger von Ian Fleming spielt die berühmte Golfpartie zwischen James Bond und Auric Goldfinger auf einem fiktiven Platz namens „Royal St. Marks“ – eine literarische Anspielung auf Royal St George’s in Kent. Die ikonische Filmszene hingegen wurde nicht dort, sondern im Stoke Park Golf Club gedreht. Der Grund war pragmatisch: Stoke Park liegt nur rund 20 Minuten nordwestlich von Heathrow und damit in unmittelbarer Nähe der Pinewood Filmstudios.

Insgesamt diente das Anwesen nicht nur für Goldfinger, sondern auch für Szenen weiterer James-Bond-Filme als Kulisse und ist damit fest in der Filmgeschichte verankert.

Ein früher „Country Club“ englischer Prägung

Bereits 1910 beschrieb Bernard Darwin über Stoke Park in seinen Schriften als eine der ersten Anlagen Großbritanniens, die sich konzeptionell an amerikanischen Country Clubs orientierte. Diese Einordnung erklärt auch das monumentale, fast kapitolartige Clubhaus, das eher an ein Grand Hotel als an ein klassisches britisches Clubhaus erinnert.

Das frühere Luxushotel ist inzwischen dauerhaft geschlossen und wird heute privat von der Eigentümerfamilie des indischen Konzerns Reliance Industries genutzt. Die legendären Cream Teas mit Scones auf der großzügigen Terrasse werden wir vermissen – der Golfplatz selbst jedoch bleibt weiterhin spielbar.

Die Architekten: Colt, Jackson und Alison

Der ursprüngliche Platz wurde von Harry S. Colt entworfen und trug dessen typische Handschrift: strategische Linien, subtil verteidigte Grüns und ein harmonisches Zusammenspiel von Spielbahn und Parklandschaft.

Im Laufe der Zeit kamen weitere Schleifen hinzu, die maßgeblich von Lane Jackson sowie C. H. Alison realisiert wurden – beide eng mit dem Colt-Umfeld verbunden und prägend für die Weiterentwicklung des Platzes. Über die Jahre war der Kurs jedoch sichtbar in die Jahre gekommen, auch wenn das parkartige Gelände stets einen außergewöhnlich schönen Rahmen bot.

Die Mackenzie-Überarbeitung ab 2022

Zunächst für einige Zeit geschlossen wurde der Platz ab 2022 im Auftrag der neuen Eigentümer von Tom Mackenzie behutsam, aber konsequent überarbeitet. Ein Schwerpunkt lag auf der Neugestaltung und Modernisierung der Bunker, die heute wieder klarer definiert sind und sowohl strategisch als auch visuell stärker wirken. Dies war auch unabhängig vom Besitzerwechsel nötig.

Eine markante Änderung betrifft allerdings den Start der Runde: Die Teebox von Loch 1 liegt nicht mehr direkt am Clubhaus. Dadurch wurde das frühere Par 5 in ein Par 4 umgewandelt. Die übrigen ikonischen Löcher und die Grundstruktur des Platzes blieben jedoch weitgehend erhalten.

Ikonische Löcher und historische Bezüge

Besonders hervorzuheben ist das Par 3 an Loch 7, das als Signature Hole des Platzes gilt. Es wird häufig kolportiert, dass dieses Loch Alister MacKenzie, dem späteren Partner von Colt, als Inspiration für das berühmte 16. Loch in Augusta National gedient haben soll – eine These, die gut zur Formensprache passt und den architekturhistorischen Stellenwert von Stoke Park unterstreicht.

Spielbarkeit heute

Auch ohne Hotelbetrieb lohnt sich eine Runde auf diesem ikonischen Platz weiterhin. Greenfee-Spieler sind nach wie vor willkommen und können einen professionellen, aufmerksamen Service in einer angenehm entspannten Atmosphäre erwarten. Die Gastfreundschaft, für die indische Eigentümer weltweit bekannt sind, ist auch hier spürbar.

Stoke Park bleibt damit ein bemerkenswerter Ort: eine Mischung aus Golf-, Architektur- und Filmgeschichte – spielbar, relevant und trotz aller Veränderungen authentisch.

2015

Schnappschüsse

​Ansichten Loch für Loch

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