Der Dunluce Course von Royal Portrush besitzt das besondere Privileg, bislang der einzige Austragungsort von The Open in Nordirland zu sein – zuletzt im Jahr 2019. Der Club wurde bereits 1888 gegründet, zunächst mit neun Löchern, ehe 1892 auf 18 Löcher erweitert wurde. Die entscheidende architektonische Prägung erhielt der Platz 1932 durch Harry S. Colt, der das Routing großzügig überarbeitete und Royal Portrush endgültig auf internationales Spitzenniveau hob.
Routing durch die Dünen
Die Runde beginnt mit fünf Löchern in Richtung Küste, bevor man das Grün der 5 praktisch direkt am Strand erreicht. Von der folgenden Teebox eröffnet sich ein großartiger Blick auf die Küstenlinie. Ab Loch 6 folgt eine erste Schleife weg von der Küste und zurück, ehe der Platz in einer zweiten Schleife wieder zum Clubhaus führt. Die Dünenlandschaft sorgt für ein einzigartiges Golferlebnis. Das Routing nutzt das natürliche Gelände hervorragend aus und bietet einen abwechslungsreichen, dabei jederzeit logischen Spielfluss.
Calamity & Purgatory
Berühmt – und berüchtigt – ist das lange Par 3 der 14, das nicht ohne Grund den Namen „Calamity“ trägt. Hier ist schon so manchem Spieler ein echtes Unglück widerfahren. Besonders für Rechtshänder wird ein leicht „gepullter“ Schlag links vom Grün schnell zum Problem, denn die Recovery-Zone ist alles andere als einladend. Das folgende Loch wirkt kaum freundlicher: Das Par 4 der 15, genannt „Purgatory“ (Fegefeuer), zeigt eindrucksvoll, wie bewusst Colt mit mentalem Druck und Erwartungshaltung gearbeitet hat.
Die Open 2019 und die Handschrift von Mackenzie & Ebert
Für The Open 2019 wurde der Platz nochmals entscheidend aufgewertet. Mackenzie & Ebert ersetzten die bis dahin eher unspektakulären Schlusslöcher 17 und 18, indem sie die modifizierten Löcher 5 und 6 des benachbarten Valley Course ins Routing integrierten. Das Ergebnis überzeugt auf ganzer Linie. Das ehemalige Loch 16, heute die 18, ist ein herausragendes Schlussloch und ein würdiger Abschluss einer großen Open-Runde. Seitdem spielt sich Royal Portrush noch kompletter, spannender und moderner.
Fazit
Auch wenn die Greenfee-Preise – nicht zuletzt durch den starken transatlantischen Besucherstrom – deutlich angezogen haben, gehört der Dunluce Course auf jede ernsthafte Golf-Bucket-List. Wer hier gespielt hat, wird bei der nächsten TV-Übertragung aus Portrush mit besten Erinnerungen belohnt – und weiß genau, warum dieser Platz zu den ganz Großen der Open-Rota zählt.
Der Dunluce Course von Royal Portrush besitzt das besondere Privileg, bislang der einzige Austragungsort von The Open in Nordirland zu sein – zuletzt im Jahr 2019. Der Club wurde bereits 1888 gegründet, zunächst mit neun Löchern, ehe 1892 auf 18 Löcher erweitert wurde. Die entscheidende architektonische Prägung erhielt der Platz 1932 durch Harry S. Colt, der das Routing großzügig überarbeitete und Royal Portrush endgültig auf internationales Spitzenniveau hob.
Routing durch die Dünen
Die Runde beginnt mit fünf Löchern in Richtung Küste, bevor man das Grün der 5 praktisch direkt am Strand erreicht. Von der folgenden Teebox eröffnet sich ein großartiger Blick auf die Küstenlinie. Ab Loch 6 folgt eine erste Schleife weg von der Küste und zurück, ehe der Platz in einer zweiten Schleife wieder zum Clubhaus führt. Die Dünenlandschaft sorgt für ein einzigartiges Golferlebnis. Das Routing nutzt das natürliche Gelände hervorragend aus und bietet einen abwechslungsreichen, dabei jederzeit logischen Spielfluss.
Calamity & Purgatory
Berühmt – und berüchtigt – ist das lange Par 3 der 14, das nicht ohne Grund den Namen „Calamity“ trägt. Hier ist schon so manchem Spieler ein echtes Unglück widerfahren. Besonders für Rechtshänder wird ein leicht „gepullter“ Schlag links vom Grün schnell zum Problem, denn die Recovery-Zone ist alles andere als einladend. Das folgende Loch wirkt kaum freundlicher: Das Par 4 der 15, genannt „Purgatory“ (Fegefeuer), zeigt eindrucksvoll, wie bewusst Colt mit mentalem Druck und Erwartungshaltung gearbeitet hat.
Die Open 2019 und die Handschrift von Mackenzie & Ebert
Für The Open 2019 wurde der Platz nochmals entscheidend aufgewertet. Mackenzie & Ebert ersetzten die bis dahin eher unspektakulären Schlusslöcher 17 und 18, indem sie die modifizierten Löcher 5 und 6 des benachbarten Valley Course ins Routing integrierten. Das Ergebnis überzeugt auf ganzer Linie. Das ehemalige Loch 16, heute die 18, ist ein herausragendes Schlussloch und ein würdiger Abschluss einer großen Open-Runde. Seitdem spielt sich Royal Portrush noch kompletter, spannender und moderner.
Fazit
Auch wenn die Greenfee-Preise – nicht zuletzt durch den starken transatlantischen Besucherstrom – deutlich angezogen haben, gehört der Dunluce Course auf jede ernsthafte Golf-Bucket-List. Wer hier gespielt hat, wird bei der nächsten TV-Übertragung aus Portrush mit besten Erinnerungen belohnt – und weiß genau, warum dieser Platz zu den ganz Großen der Open-Rota zählt.
2016

























