Die Championship Links von Royal County Down finden sich seit Jahrzehnten in nahezu allen internationalen Rankings auf den vordersten Plätzen, häufig sogar auf Rang 1. Auch wenn in Nordirland regelmäßig diskutiert wird, ob nicht das benachbarte Royal Portrush spielerisch ebenbürtig ist, bleibt Royal County Down für viele Experten der Maßstab. Am sinnvollsten ist es, beide Plätze zu spielen und sich ein eigenes Urteil zu bilden.
Historie und Architektur
Der Club wurde 1889 gegründet und startete mit neun Löchern. Bereits 1890 erweiterte Old Tom Morris den Platz auf 18 Löcher und gab ihm eine erste professionelle Struktur. Typisch für diese frühe Phase des Golfplatzbaus sind zahlreiche blinde Abschläge, die damals weniger als Mangel, sondern als notwendige Anpassung an das natürliche Dünenland galten.
1926 nahm Harry S. Colt eine umfassende Überarbeitung vor. Er beseitigte viele der extremen Blindschläge, schärfte das Routing und verlieh dem Platz mehr strategische Klarheit. Dennoch sind einige der ursprünglichen Old-Tom-Morris-Elemente bis heute erhalten geblieben – ein bewusster Kompromiss zwischen historischer Authentizität und spielerischer Fairness.
Routing und Spielcharakter
Eine klassische Driving Range sucht man in Royal County Down vergeblich; stattdessen gibt es einen soliden Kurzspielbereich. Der Fokus liegt klar auf dem Spiel auf dem Platz selbst. Die Runde beginnt spektakulär mit drei Löchern entlang der Küste in nördlicher Richtung. Der erste Abschlag ist noch vergleichsweise entspannt, doch spätestens der lange zweite Schlag ins Grün des Par-5 an Loch 3 macht deutlich, welchen Anspruch der Platz stellt.
Ab Loch 4 verläuft das Routing parallel zurück bis zum 9. Grün. Die Bahnen liegen leicht erhöht, was durchgehend spektakuläre Ausblicke auf die Küste ermöglicht – inklusive des meist präsenten Windes, der den Ballflug deutlich beeinflusst. Die zweiten Neun führen erneut nach Norden bis zum entlegensten Punkt des Platzes dem Grün der 14, bevor es wieder zurück Richtung Clubhaus geht.
Schlüssellöcher
Das Schlussloch ist eines der bekanntesten Finallöcher im Links-Golf. Das lange Par 4 der 18 verlangt einen Drive bis an oder sogar blind über einen Hügel. Erst danach öffnet sich der Blick auf das restliche Loch. Beidseitig von tiefen Potbunkern eingerahmt, bleibt der Druck bis zum letzten Schlag hoch. Ein klassisches, ehrliches Links-Finale, das Fehler nicht verzeiht, aber saubere Schläge belohnt.
Fazit
Royal County Down ist ein Platz, den man gespielt haben sollte. Kritisch anmerken kann man die verbliebenen blinden Abschläge, die auf modernen Plätzen kaum noch vorkommen. Gleichzeitig sind sie Teil der Identität dieses Kurses. Old Tom Morris nutzte hier – lange vor dem Einsatz schwerer Maschinen – die vorhandene Natur so geschickt, dass ein zeitloser, strategisch anspruchsvoller und landschaftlich außergewöhnlicher Golfplatz entstand. Der Platz bietet damit spektakuläres Küstengolf, anspruchsvolle Drives, teils blinde Abschläge und ein ikonisches Finish vor der Kulisse der Mourne Mountains. Deshalb wird Royal County Down von vielen als einer der besten, wenn nicht sogar der beste Golfplatz der Welt angesehen.
Die Championship Links von Royal County Down finden sich seit Jahrzehnten in nahezu allen internationalen Rankings auf den vordersten Plätzen, häufig sogar auf Rang 1. Auch wenn in Nordirland regelmäßig diskutiert wird, ob nicht das benachbarte Royal Portrush spielerisch ebenbürtig ist, bleibt Royal County Down für viele Experten der Maßstab. Am sinnvollsten ist es, beide Plätze zu spielen und sich ein eigenes Urteil zu bilden.
Historie und Architektur
Der Club wurde 1889 gegründet und startete mit neun Löchern. Bereits 1890 erweiterte Old Tom Morris den Platz auf 18 Löcher und gab ihm eine erste professionelle Struktur. Typisch für diese frühe Phase des Golfplatzbaus sind zahlreiche blinde Abschläge, die damals weniger als Mangel, sondern als notwendige Anpassung an das natürliche Dünenland galten.
1926 nahm Harry S. Colt eine umfassende Überarbeitung vor. Er beseitigte viele der extremen Blindschläge, schärfte das Routing und verlieh dem Platz mehr strategische Klarheit. Dennoch sind einige der ursprünglichen Old-Tom-Morris-Elemente bis heute erhalten geblieben – ein bewusster Kompromiss zwischen historischer Authentizität und spielerischer Fairness.
Routing und Spielcharakter
Eine klassische Driving Range sucht man in Royal County Down vergeblich; stattdessen gibt es einen soliden Kurzspielbereich. Der Fokus liegt klar auf dem Spiel auf dem Platz selbst. Die Runde beginnt spektakulär mit drei Löchern entlang der Küste in nördlicher Richtung. Der erste Abschlag ist noch vergleichsweise entspannt, doch spätestens der lange zweite Schlag ins Grün des Par-5 an Loch 3 macht deutlich, welchen Anspruch der Platz stellt.
Ab Loch 4 verläuft das Routing parallel zurück bis zum 9. Grün. Die Bahnen liegen leicht erhöht, was durchgehend spektakuläre Ausblicke auf die Küste ermöglicht – inklusive des meist präsenten Windes, der den Ballflug deutlich beeinflusst. Die zweiten Neun führen erneut nach Norden bis zum entlegensten Punkt des Platzes dem Grün der 14, bevor es wieder zurück Richtung Clubhaus geht.
Schlüssellöcher
Das Schlussloch ist eines der bekanntesten Finallöcher im Links-Golf. Das lange Par 4 der 18 verlangt einen Drive bis an oder sogar blind über einen Hügel. Erst danach öffnet sich der Blick auf das restliche Loch. Beidseitig von tiefen Potbunkern eingerahmt, bleibt der Druck bis zum letzten Schlag hoch. Ein klassisches, ehrliches Links-Finale, das Fehler nicht verzeiht, aber saubere Schläge belohnt.
Fazit
Royal County Down ist ein Platz, den man gespielt haben sollte. Kritisch anmerken kann man die verbliebenen blinden Abschläge, die auf modernen Plätzen kaum noch vorkommen. Gleichzeitig sind sie Teil der Identität dieses Kurses. Old Tom Morris nutzte hier – lange vor dem Einsatz schwerer Maschinen – die vorhandene Natur so geschickt, dass ein zeitloser, strategisch anspruchsvoller und landschaftlich außergewöhnlicher Golfplatz entstand. Der Platz bietet damit spektakuläres Küstengolf, anspruchsvolle Drives, teils blinde Abschläge und ein ikonisches Finish vor der Kulisse der Mourne Mountains. Deshalb wird Royal County Down von vielen als einer der besten, wenn nicht sogar der beste Golfplatz der Welt angesehen.
2016

























