Einordnung
La Vallée im Golf du Racing Club de France ist weit mehr als ein klassischer Parklandplatz in hügeligem Gelände. Die Anlage zählt zu den sportlichsten Traditionsclubs Frankreichs, empfängt Gäste an Wochentagen gastfreundlich und verbindet ambitionierten Golfsport mit einer langen, spürbaren Historie. Besonders prägend ist der außergewöhnliche Baumbestand: Zahlreiche Koniferenarten rahmen die Fairways ein und verleihen dem Platz einen beinahe forstbotanischen Charakter.
Historie und Club
Schon die Zufahrt zum Clubgelände macht deutlich, dass man hier einen besonderen Ort betritt. Die markanten Fachwerkgebäude im anglo-normannischen Stil stehen sinnbildlich für die Geschichte des Areals, das bereits 1901 entstand. Die Golfsektion wurde 1952 in das breite Sportangebot des Racing Club de France integriert und entwickelte sich seither kontinuierlich weiter. Heute präsentiert sich der Golf Club sportlich, gepflegt und zugleich entspannt – Gäste sind unter der Woche nach Anmeldung willkommen, während die Wochenenden traditionell den Mitgliedern vorbehalten sind.
Architektur
Der Platz geht auf Willie Park Jr. zurück, geboren in Musselburgh nahe St Andrews. Obwohl er tief in der Links-Tradition verwurzelt war, bewies er auch im Inland sein außergewöhnliches architektonisches Gespür – nicht zuletzt mit dem Sunningdale Old Course, mit dem er das Goldene Zeitalter der Golfarchitektur maßgeblich prägte.
La Boulie trägt seine Handschrift bis heute: Strategisch platzierte Doglegs, klare Linienführung und eine natürliche Einbindung des Geländes. Historische Fotografien, etwa von der Damen-Weltmeisterschaft 1910 (s. u.), zeigen, wie sich der heutige Baumbestand erst über Jahrzehnte entwickeln konnte. Der sportliche Charakter besteht sein Anbeginn. Bei den hier erstmal 1906 ausgetragenen Open de France siegte Arnaud Massy, bevor er im selben Jahr die Open in Hoylake im Royal Liverpool gewann. Er ist nach wie vor der einzige Franzose, der jemals ein Major gewinnen konnte.
Platzcharakter und Routing
La Vallée ist eine ideale Ergänzung zu den Championship-Plätzen der Region um Versailles, etwa dem Albatros Course im Golf National. Während dort moderne Turnierarchitektur dominiert, steht hier klassisches Parkland-Golf im Vordergrund. Die Fairways sind durchweg von Bäumen eingefasst, ohne übermäßig einzuengen, und das konstant hügelige Gelände fordert präzise Abschläge. Höhenunterschiede beeinflussen regelmäßig die Schlagwahl und machen den Platz anspruchsvoller, als es das reine Rating vermuten lässt.
Besondere Spielbahnen
Ein prägendes Highlight ist das lange Par 3 Loch 10 mit der Teebox am Clubhaus: Vom erhöhten Abschlag spielt man ins Tal auf ein exponiertes Grün – ein optisch wie spielerisch eindrucksvoller Moment. Insgesamt lebt der Platz vom Wechselspiel aus Steigungen, Gefällen und sauber modellierten Doglegs, die sich harmonisch an die natürlichen Schneisen des Geländes anpassen.
Gesamteindruck
La Vallée verbindet historische Golfarchitektur, sportlichen Anspruch und landschaftliche Besonderheit auf hohem Niveau. Der Platz fordert präzises Spiel, bleibt dabei fair und überzeugt durch seine ruhige, kultivierte Atmosphäre.
Abgerundet wird das Erlebnis durch das Clubrestaurant mit Terrasse: klassische französische Küche, sehr gute Qualität und faire Preise – ein passender Abschluss nach einer anspruchsvollen Runde nahe Versailles.
Einordnung
La Vallée im Golf du Racing Club de France ist weit mehr als ein klassischer Parklandplatz in hügeligem Gelände. Die Anlage zählt zu den sportlichsten Traditionsclubs Frankreichs, empfängt Gäste an Wochentagen gastfreundlich und verbindet ambitionierten Golfsport mit einer langen, spürbaren Historie. Besonders prägend ist der außergewöhnliche Baumbestand: Zahlreiche Koniferenarten rahmen die Fairways ein und verleihen dem Platz einen beinahe forstbotanischen Charakter.
Historie und Club
Schon die Zufahrt zum Clubgelände macht deutlich, dass man hier einen besonderen Ort betritt. Die markanten Fachwerkgebäude im anglo-normannischen Stil stehen sinnbildlich für die Geschichte des Areals, das bereits 1901 entstand. Die Golfsektion wurde 1952 in das breite Sportangebot des Racing Club de France integriert und entwickelte sich seither kontinuierlich weiter. Heute präsentiert sich der Golf Club sportlich, gepflegt und zugleich entspannt – Gäste sind unter der Woche nach Anmeldung willkommen, während die Wochenenden traditionell den Mitgliedern vorbehalten sind.
Architektur
Der Platz geht auf Willie Park Jr. zurück, geboren in Musselburgh nahe St Andrews. Obwohl er tief in der Links-Tradition verwurzelt war, bewies er auch im Inland sein außergewöhnliches architektonisches Gespür – nicht zuletzt mit dem Sunningdale Old Course, mit dem er das Goldene Zeitalter der Golfarchitektur maßgeblich prägte.
La Boulie trägt seine Handschrift bis heute: Strategisch platzierte Doglegs, klare Linienführung und eine natürliche Einbindung des Geländes. Historische Fotografien, etwa von der Damen-Weltmeisterschaft 1910 (s. u.), zeigen, wie sich der heutige Baumbestand erst über Jahrzehnte entwickeln konnte. Der sportliche Charakter besteht sein Anbeginn. Bei den hier erstmal 1906 ausgetragenen Open de France siegte Arnaud Massy, bevor er im selben Jahr die Open in Hoylake im Royal Liverpool gewann. Er ist nach wie vor der einzige Franzose, der jemals ein Major gewinnen konnte.
Platzcharakter und Routing
La Vallée ist eine ideale Ergänzung zu den Championship-Plätzen der Region um Versailles, etwa dem Albatros Course im Golf National. Während dort moderne Turnierarchitektur dominiert, steht hier klassisches Parkland-Golf im Vordergrund. Die Fairways sind durchweg von Bäumen eingefasst, ohne übermäßig einzuengen, und das konstant hügelige Gelände fordert präzise Abschläge. Höhenunterschiede beeinflussen regelmäßig die Schlagwahl und machen den Platz anspruchsvoller, als es das reine Rating vermuten lässt.
Besondere Spielbahnen
Ein prägendes Highlight ist das lange Par 3 Loch 10 mit der Teebox am Clubhaus: Vom erhöhten Abschlag spielt man ins Tal auf ein exponiertes Grün – ein optisch wie spielerisch eindrucksvoller Moment. Insgesamt lebt der Platz vom Wechselspiel aus Steigungen, Gefällen und sauber modellierten Doglegs, die sich harmonisch an die natürlichen Schneisen des Geländes anpassen.
Gesamteindruck
La Vallée verbindet historische Golfarchitektur, sportlichen Anspruch und landschaftliche Besonderheit auf hohem Niveau. Der Platz fordert präzises Spiel, bleibt dabei fair und überzeugt durch seine ruhige, kultivierte Atmosphäre.
Abgerundet wird das Erlebnis durch das Clubrestaurant mit Terrasse: klassische französische Küche, sehr gute Qualität und faire Preise – ein passender Abschluss nach einer anspruchsvollen Runde nahe Versailles.
2022


































