Architekten

  • Steve Marnoch

  • Hans Hertzberger

Unsere Bewertung

Platzdesign

Landschaft

Lage und Einordnung

Die Golfanlage in Heelsum mit ihren drei 9-Loch-Schleifen liegt unmittelbar neben dem renommierten Rosendaelsche Golf Club und hält dem Vergleich qualitativ problemlos stand. Bereits von den Abschlägen wird deutlich, dass hier ein durchdachtes Design geboten wird: klar definierte Landezonen, strategisch platzierte Bunker und gut verteidigte Grüns sorgen für Abwechslung und Spielfluss. Besonders hervorzuheben ist derzeit die Schleife „Airborne“.

Historischer Bezug

Der Name „Airborne“ erinnert an die britische Luftlandung im Rahmen der Operation Market Garden 1944 während der Schlacht um Arnheim. Diese historische Referenz verleiht dem Platz eine zusätzliche Ebene, ohne den sportlichen oder architektonischen Anspruch zu überlagern.

Architektur und Überarbeitung

Die Anlage wurde ursprünglich 1992 von Hans Hertzberger entworfen und vor einigen Jahren grundlegend überarbeitet. Verantwortlich für die Neugestaltung ist Steve Marnoch, der im Team mit Dimitri Van Hauwaert und Dan Ellwood arbeitet. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Auf flachem Gelände unterhalb des Meeresspiegels ist ein interessant modelliertes Routing entstanden, das Höhenstaffelungen, Blickachsen und strategische Entscheidungen überzeugend miteinander verbindet.

Spielcharakter und Schleifen

Aktuell präsentieren sich insbesondere die Schleifen „Sandr“ und „Airborne“ am weitesten entwickelt, da hier die Renovierungsarbeiten weitgehend abgeschlossen sind. Vor allem die neu gestalteten Bunkerränder fügen sich stimmig in das angestrebte Heideland-Design ein und geben den Spielbahnen mehr visuelle Tiefe und Struktur.

Der Platz erinnert in seinem Ansatz an kontinentale Heathland-Interpretationen wie Médoc oder Les Aisses, auch wenn der Heideanteil derzeit noch begrenzt ist. Dieser Aspekt soll laut Club schrittweise weiterentwickelt werden. Der Heathland-Charakter ist jedoch bereits klar erkennbar und orientiert sich an klassischen englischen Vorbildern in Surrey, etwa Berkshire oder Walton Heath.

Fazit

Heelsum präsentiert sich als gepflegte, architektonisch interessante Golfanlage mit abwechslungsreichen Schleifen und einem fairen, strategisch geprägten Spielanspruch. Ein echtes „Hidden Gem“, nur wenige Kilometer von der deutsch-niederländischen Grenze entfernt und für architekturinteressierte Golfer definitiv einen Abstecher wert.

Lage und Einordnung

Die Golfanlage in Heelsum mit ihren drei 9-Loch-Schleifen liegt unmittelbar neben dem renommierten Rosendaelsche Golf Club und hält dem Vergleich qualitativ problemlos stand. Bereits von den Abschlägen wird deutlich, dass hier ein durchdachtes Design geboten wird: klar definierte Landezonen, strategisch platzierte Bunker und gut verteidigte Grüns sorgen für Abwechslung und Spielfluss. Besonders hervorzuheben ist derzeit die Schleife „Airborne“.

Historischer Bezug

Der Name „Airborne“ erinnert an die britische Luftlandung im Rahmen der Operation Market Garden 1944 während der Schlacht um Arnheim. Diese historische Referenz verleiht dem Platz eine zusätzliche Ebene, ohne den sportlichen oder architektonischen Anspruch zu überlagern.

Architektur und Überarbeitung

Die Anlage wurde ursprünglich 1992 von Hans Hertzberger entworfen und vor einigen Jahren grundlegend überarbeitet. Verantwortlich für die Neugestaltung ist Steve Marnoch, der im Team mit Dimitri Van Hauwaert und Dan Ellwood arbeitet. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Auf flachem Gelände unterhalb des Meeresspiegels ist ein interessant modelliertes Routing entstanden, das Höhenstaffelungen, Blickachsen und strategische Entscheidungen überzeugend miteinander verbindet.

Spielcharakter und Schleifen

Aktuell präsentieren sich insbesondere die Schleifen „Sandr“ und „Airborne“ am weitesten entwickelt, da hier die Renovierungsarbeiten weitgehend abgeschlossen sind. Vor allem die neu gestalteten Bunkerränder fügen sich stimmig in das angestrebte Heideland-Design ein und geben den Spielbahnen mehr visuelle Tiefe und Struktur.

Der Platz erinnert in seinem Ansatz an kontinentale Heathland-Interpretationen wie Médoc oder Les Aisses, auch wenn der Heideanteil derzeit noch begrenzt ist. Dieser Aspekt soll laut Club schrittweise weiterentwickelt werden. Der Heathland-Charakter ist jedoch bereits klar erkennbar und orientiert sich an klassischen englischen Vorbildern in Surrey, etwa Berkshire oder Walton Heath.

Fazit

Heelsum präsentiert sich als gepflegte, architektonisch interessante Golfanlage mit abwechslungsreichen Schleifen und einem fairen, strategisch geprägten Spielanspruch. Ein echtes „Hidden Gem“, nur wenige Kilometer von der deutsch-niederländischen Grenze entfernt und für architekturinteressierte Golfer definitiv einen Abstecher wert.

2022

Schnappschüsse

​Ansichten Loch für Loch

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