Architekten
Rolf-Stephan Hansen
Lage und Einordnung
Budersand ist einer der ganz wenigen echten Linksplätze in Deutschland – und einer, der selbst schottische Golfer nicht nach Hause sehnen lässt. Wie bei allen Küstenplätzen bestimmt der Wind maßgeblich den Schwierigkeitsgrad. Und davon gibt es auf Sylt reichlich.
Die Dünen sind weniger mächtig als an der irischen Westküste, entsprechen aber exakt der natürlichen Dünenstruktur der Insel – ähnlich wie im Norden am Ellenbogen. Genau diese Zurückhaltung macht den Platz glaubwürdig und authentisch.
Architektur und Routing
Zugegeben: Eigentlich wirkt die gesamte Insel wie ein einziger großer Linksplatz. Dennoch ist es dem lokalen Architekten Rolf-Stephan Hansen gelungen, auf dem ehemaligen Bundeswehr-Truppenübungsplatz im Süden Sylts einen konsequenten, klassischen Links-Course zu realisieren. Eröffnet wurde der Platz 2008.
Der Kurs ist vollständig von natürlichen Dünen eingerahmt, gespielt wird auf festem, sandigem Untergrund, begleitet vom Meer auf der Ostseite der Insel. 94 Potbunker, kurze Fairways, harte Grüns und das ständige Spiel mit dem Wind unterstreichen den kompromisslosen Links-Charakter.
Bei typischem Westwind im Sommer spielt man die ersten Bahnen meist gegen den Wind. In Herbst und Winter dominiert häufiger Südwind – dann werden die Front Nine etwas gnädiger, während die zweiten Neun deutlich anspruchsvoller ausfallen. Der Auftakt der Runde ist stärker als das Finish; insbesondere vom 18. Loch hätte man sich noch etwas mehr dramaturgische Zuspitzung gewünscht.
Vision und Realisierung
Ermöglicht wurde dieses ambitionierte Projekt durch Claudia Ebert, Unternehmerin und Erbin des Wella-Vermögens. Sie erwarb das Areal und trieb die Entwicklung von Golfplatz, Hotel und Infrastruktur mit einem langfristigen, privat finanzierten Ansatz konsequent voran. Ohne diese klare Vision wäre die Realisierung eines derart authentischen Linksplatzes in Deutschland kaum denkbar gewesen.
Umgebung und Infrastruktur
Direkt oberhalb des ersten Abschlags liegt das 5-Sterne-Hotel Budersand, das 2009 eröffnet wurde und in fußläufiger Distanz zum Clubhaus keinerlei Wünsche offenlässt. In der Folge wurde auch der Süden der Insel rund um den Hörnumer Hafen spürbar aufgewertet.
Empfehlenswert ist zudem die Teilnahme an den jährlich im Sommer ausgetragenen Budersand Open, einem hochwertig organisierten Amateurturnier mit sportlichem Anspruch und entspannter Atmosphäre.
Fazit
Budersand ist kein gefälliger Resortplatz, sondern ein ehrlicher, windgeprägter Links-Course, der strategisches Spiel belohnt und Ungenauigkeiten konsequent bestraft. Wer echtes Links-Golf sucht, findet hier eine der überzeugendsten Anlagen auf dem europäischen Festland – reduziert, anspruchsvoll und landschaftlich stimmig.
Lage und Einordnung
Budersand ist einer der ganz wenigen echten Linksplätze in Deutschland – und einer, der selbst schottische Golfer nicht nach Hause sehnen lässt. Wie bei allen Küstenplätzen bestimmt der Wind maßgeblich den Schwierigkeitsgrad. Und davon gibt es auf Sylt reichlich.
Die Dünen sind weniger mächtig als an der irischen Westküste, entsprechen aber exakt der natürlichen Dünenstruktur der Insel – ähnlich wie im Norden am Ellenbogen. Genau diese Zurückhaltung macht den Platz glaubwürdig und authentisch.
Architektur und Routing
Zugegeben: Eigentlich wirkt die gesamte Insel wie ein einziger großer Linksplatz. Dennoch ist es dem lokalen Architekten Rolf-Stephan Hansen gelungen, auf dem ehemaligen Bundeswehr-Truppenübungsplatz im Süden Sylts einen konsequenten, klassischen Links-Course zu realisieren. Eröffnet wurde der Platz 2008.
Der Kurs ist vollständig von natürlichen Dünen eingerahmt, gespielt wird auf festem, sandigem Untergrund, begleitet vom Meer auf der Ostseite der Insel. 94 Potbunker, kurze Fairways, harte Grüns und das ständige Spiel mit dem Wind unterstreichen den kompromisslosen Links-Charakter.
Bei typischem Westwind im Sommer spielt man die ersten Bahnen meist gegen den Wind. In Herbst und Winter dominiert häufiger Südwind – dann werden die Front Nine etwas gnädiger, während die zweiten Neun deutlich anspruchsvoller ausfallen. Der Auftakt der Runde ist stärker als das Finish; insbesondere vom 18. Loch hätte man sich noch etwas mehr dramaturgische Zuspitzung gewünscht.
Vision und Realisierung
Ermöglicht wurde dieses ambitionierte Projekt durch Claudia Ebert, Unternehmerin und Erbin des Wella-Vermögens. Sie erwarb das Areal und trieb die Entwicklung von Golfplatz, Hotel und Infrastruktur mit einem langfristigen, privat finanzierten Ansatz konsequent voran. Ohne diese klare Vision wäre die Realisierung eines derart authentischen Linksplatzes in Deutschland kaum denkbar gewesen.
Umgebung und Infrastruktur
Direkt oberhalb des ersten Abschlags liegt das 5-Sterne-Hotel Budersand, das 2009 eröffnet wurde und in fußläufiger Distanz zum Clubhaus keinerlei Wünsche offenlässt. In der Folge wurde auch der Süden der Insel rund um den Hörnumer Hafen spürbar aufgewertet.
Empfehlenswert ist zudem die Teilnahme an den jährlich im Sommer ausgetragenen Budersand Open, einem hochwertig organisierten Amateurturnier mit sportlichem Anspruch und entspannter Atmosphäre.
Fazit
Budersand ist kein gefälliger Resortplatz, sondern ein ehrlicher, windgeprägter Links-Course, der strategisches Spiel belohnt und Ungenauigkeiten konsequent bestraft. Wer echtes Links-Golf sucht, findet hier eine der überzeugendsten Anlagen auf dem europäischen Festland – reduziert, anspruchsvoll und landschaftlich stimmig.
2017

























