Architekten

  • C.S. Butchard

  • Harry S. Colt

  • John F. S. Morrison

  • Karl Hoffmann

Unsere Bewertung

Platzdesign

Landschaft

Tradition und Qualität

Der traditionsreiche Golf- und Landclub Berlin Wannsee spielt auf diesem Gelände bereits seit 1924, wobei 18 Löcher ab 1926 zur Verfügung standen. Die Clubtradition geht aber bis 1897 zurück.

Der Club ist Gründungsmitglied des 1907 entstandenen Deutschen Golfverbands und hat eine spannende Geschichte. Ursprünglich befand sich das Golfgelände in Spandau, während der Gründungsname des Clubs Charlottenburger Golf-Club war, obwohl er in Berlin-Westend gegründet wurde. 1895 wurde er dann in Berlin Golf Club unbenannt.

Der erste Präsident nach der Umbenennung des Clubs war Willoughby Dayton Miller, ein renomierter Zahnmediziner und Hochschullehrer, der bedeutende Beiträge zur Mikrobiologie der Karies und zu Zahnerosionen publiziert hat.

Das heutige Gelände am Wannsee wurde von der kaiserlichen Forstverwaltung 1913 zur Verfügung gestellt, um für die 1916 in Berlin terminierten Olympischen Spiele einen Golfplatz für das 3. Olympische Golfturnier zu schaffen. Der Platz wurde von C. S. Butchard angelegt. Mit Deutschlands Kriegserklärung, die zum 1. Weltkieg führte, zerplatzten alle Pläne.

Historische Entwicklung

Dank des Engagements des Bankiers Herbert Gutmann fanden ab 1926 in Wannsee wieder Turniere statt, an denen auch der Leipziger Bernhard von Limburger als Spieler teilnahm. In den 1920er Jahren beauftragte der Club das Team von Harry S. Colt und J.F.S. Morrison mit der Erweiterung und Überarbeitung des Platzes, damals noch unter Einsatz von Pferdefuhrwerken, was heutzutage manchmal vergessen wird.

Die Weltwirtschaftskrise sorgte jedoch für Verzögerungen. Nach Machtergreifung der NSDAP und in der Folge der Nürnberger Gesetze wurden 1936 alle jüdischen Mitglieder zum „freiwilligen“ Austritt gezwungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Golfspielen zunächst den amerikanischen Mitgliedern vorbehalten, während die deutschen Golfer den 9-Loch-Platz im nördlichen Teil nutzen durften. Der Meisterschaftsplatz besteht aus 9 Bahnen des ursprünglichen Butchard-Designs sowie den 9 Löchern von Morrison und Colt. Der 9 Loch Kurzplatz beinhaltet die verbliebenen Butchard Löcher des ursprünglichen Platzes.

Nach dem Abzug der US-Streitkräfte im Jahr 1992 wurde die Teilung des Clubs aufgehoben, sodass den Mitgliedern alle 27 Löcher zur Verfügung stehen.

Platzdesign und Spielbedingungen

Beide Plätze zeichnen sich durch perfekten Pflegezustand aus, was sie sowohl für ambitionierte Mannschaftsspieler als auch für Amateure attraktiv macht. Die schnellen und harten Grüns erinnern an die Bedingungen in England, Schottland oder Irland.

Der Parklandplatz ist durch schmale Waldschneisen charakterisiert, die präzise Schläge erfordern. Fairway-Bunker sind sparsam, aber strategisch platziert, was den Platz herausfordernder macht. Auch die Grün-Bunker-Komplexe sind zeitgemäß gestaltet und ästhetisch dreidimensional aufgebaut. Ein Kritikpunkt könnte die Range sein, die für einen so sportlichen Club etwas klein ist.

Fazit

Hier spielt man auf einem authentischen Platz aus den 1920er Jahren, der perfekt gepflegt ist und in einem Club verwaltet wird, der sich seiner Tradition bewusst ist. Abgerundet wird der exklusive Gesamteindruck durch das mondäne Clubhaus mit Restaurant in harmonischer Clubatmosphäre und neuerdings mit zwei Terrassen für den Ausklang der Runde.

Tradition und Qualität

Der traditionsreiche Golf- und Landclub Berlin Wannsee spielt auf diesem Gelände bereits seit 1924, wobei 18 Löcher ab 1926 zur Verfügung standen. Die Clubtradition geht aber bis 1897 zurück.

Der Club ist Gründungsmitglied des 1907 entstandenen Deutschen Golfverbands und hat eine spannende Geschichte. Ursprünglich befand sich das Golfgelände in Spandau, während der Gründungsname des Clubs Charlottenburger Golf-Club war, obwohl er in Berlin-Westend gegründet wurde. 1895 wurde er dann in Berlin Golf Club unbenannt.

Der erste Präsident nach der Umbenennung des Clubs war Willoughby Dayton Miller, ein renomierter Zahnmediziner und Hochschullehrer, der bedeutende Beiträge zur Mikrobiologie der Karies und zu Zahnerosionen publiziert hat.

Das heutige Gelände am Wannsee wurde von der kaiserlichen Forstverwaltung 1913 zur Verfügung gestellt, um für die 1916 in Berlin terminierten Olympischen Spiele einen Golfplatz für das 3. Olympische Golfturnier zu schaffen. Der Platz wurde von C. S. Butchard angelegt. Mit Deutschlands Kriegserklärung, die zum 1. Weltkieg führte, zerplatzten alle Pläne.

Historische Entwicklung

Dank des Engagements des Bankiers Herbert Gutmann fanden ab 1926 in Wannsee wieder Turniere statt, an denen auch der Leipziger Bernhard von Limburger als Spieler teilnahm. In den 1920er Jahren beauftragte der Club das Team von Harry S. Colt und J.F.S. Morrison mit der Erweiterung und Überarbeitung des Platzes, damals noch unter Einsatz von Pferdefuhrwerken, was heutzutage manchmal vergessen wird.

Die Weltwirtschaftskrise sorgte jedoch für Verzögerungen. Nach Machtergreifung der NSDAP und in der Folge der Nürnberger Gesetze wurden 1936 alle jüdischen Mitglieder zum „freiwilligen“ Austritt gezwungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Golfspielen zunächst den amerikanischen Mitgliedern vorbehalten, während die deutschen Golfer den 9-Loch-Platz im nördlichen Teil nutzen durften. Der Meisterschaftsplatz besteht aus 9 Bahnen des ursprünglichen Butchard-Designs sowie den 9 Löchern von Morrison und Colt. Der 9 Loch Kurzplatz beinhaltet die verbliebenen Butchard Löcher des ursprünglichen Platzes.

Nach dem Abzug der US-Streitkräfte im Jahr 1992 wurde die Teilung des Clubs aufgehoben, sodass den Mitgliedern alle 27 Löcher zur Verfügung stehen.

Platzdesign und Spielbedingungen

Beide Plätze zeichnen sich durch perfekten Pflegezustand aus, was sie sowohl für ambitionierte Mannschaftsspieler als auch für Amateure attraktiv macht. Die schnellen und harten Grüns erinnern an die Bedingungen in England, Schottland oder Irland.

Der Parklandplatz ist durch schmale Waldschneisen charakterisiert, die präzise Schläge erfordern. Fairway-Bunker sind sparsam, aber strategisch platziert, was den Platz herausfordernder macht. Auch die Grün-Bunker-Komplexe sind zeitgemäß gestaltet und ästhetisch dreidimensional aufgebaut. Ein Kritikpunkt könnte die Range sein, die für einen so sportlichen Club etwas klein ist.

Fazit

Hier spielt man auf einem authentischen Platz aus den 1920er Jahren, der perfekt gepflegt ist und in einem Club verwaltet wird, der sich seiner Tradition bewusst ist. Abgerundet wird der exklusive Gesamteindruck durch das mondäne Clubhaus mit Restaurant in harmonischer Clubatmosphäre und neuerdings mit zwei Terrassen für den Ausklang der Runde.

2008

Schnappschüsse

Golfplätze im gleichem Golfclub

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